Familien mit Migrationshintergrund stellen in Deutschland einen zunehmenden Teil der Bevölkerung dar: Der Anteil der Mütter beträgt dabei sogar 11,4 Prozent. Jedoch hat im letzten Jahr nur ein geringer Anteil der Migrantinnen von dem Angebot einer Mütter- bzw. Mutter-Kind-Kur Gebrauch gemacht. Aber gerade Frauen nicht-deutscher Herkunft leiden oft besonders stark an den Folgen finanzieller Not und an familiären Trennungssituationen.
Mehr Integration durch Mütter- bzw. Mutter-Kind-Kuren
"Mütter deutscher und nicht-deutscher Herkunkft tauschen sich aus, erleben und reflektieren ihre Mutterrolle und ihre Gesundheit gemeinsam bei einer Mütter- oder Mutter-Kind-Kur. All das hat nicht nur eine hohe therapeutische Wirkung, sondern fördert auch die Integration", sagt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks. Einige der Kurkliniken des Müttergenesungswerks haben bereits ihre Erfahrungen in ihrer Arbeit mit Migrantinnen und sind auf die spezifischen Befürfnisse der Frauen eingestellt.
Interkulturelle Kurberatung
Gemeinsam mit dem Caritasverband für das Erzbistum Berlin ist der Startschuss zum Auftakt der Kampagne
"Interkulturelle Kurberatung - Migrantinnen in Mütter- und Mutter-Kind-Kuren" gefallen:
Mütter mit Migrationshintergrund werden motiviert, sich über frauen- und mütterspezifische Kuren zu informieren
und von ihrem Anspruch einer Kurmaßnahme bei Erkrankung oder Erschöpfung Gebrauch zu machen.
Das dreijährige Modellprojekt in Berlin zielt darauf ab, in einem gemeinsamen Prozess die Bedürfnisse von Migrantinnen
besser kennen zu lernen und die Angebote für Migrantinnen sukzessive auszuweiten.
Das Müttergenesungswerk bietet dafür in zwei Beratungsstellen überbezirklich Informationen an in Kooperation mit
Die Beratungsstellen helfen bei allen Formalitäten, wie Antragstellung oder Attest, und bei der Suche nach einem geeigneten Kurhaus.
Online können Sie hier Kontakt mit den o. g. Beratungsstellen in Berlin aufnehmen über
die "Beratungsstellensuche" (nach PLZ) unter www.muettergenesungswerk.de.
Die Fortführung der Kampagne ist am 29. November 2008
in der Berliner Beratungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes in Wedding geplant.